Mitte, Berlin
Group Exhibition
In Correspondence With The Drawing
Michael FuchsWillem Besselink Larissa Fassler Nadine Fecht Bettina Krieg Caroline Kryzecki Keita Mori Timo Nasseri Ignacio Uriarte Jorinde Voigt Ralf Ziervogel [Please scroll down for German version / Für Deutsch bitte scrollen Sie nach unten] When it comes to drawing, the efficiency between the limitations of the means and the complexity of the outcome is striking. A pen and a piece of paper suffice to make a complex idea tangible. By merely placing and organizing dots, lines, codes, structures etc on a paper surface, the sophisticated imagination of the draftsman can be accurately transferred into the world. The act of drawing is virtually a creation and precision of mental impulses “into reality”. One specific form of drawing demonstrates these relations concisely. The image is defined by a few previously set rules and created through reoccurring notations that meticulously spread over the plane and astonish in its final complexity. Like an implementation of a digital program the prescribed system expands on the sheet. In this case we are speaking of “systematic drawing”. The references within the systematic drawings from the hand of one author form a system as a whole. Frequent similarities to geographical maps or scientific diagrams are therefore not coincidental. The summer exhibition In Correspondence with the Drawing introduces some of the most interesting drawing positions of the last years. They offer an overview of current developments from the studios of notable “systematic” draftsmen as a rather selective cross section for the summer of 2016. The exhibition is thus designed as an entry point into these graphic worlds and shall be understood as an invitation for the visitor to stay and explore. ****** Gerade bei der Zeichnung ist die Effektivität zwischen der Limitierung der Mittel und der Komplexität der Wirkung besonders groß. Ein Stift und ein Blatt Papier reichen aus, um eine sehr komplexe Idee greifbar zu machen. Nur durch Setzung und Organisation von Punkten, Linien, Codes, Strukturen usw. auf einer Fläche Papier können teils komplizierte Vorstellung des Zeichners akkurat in die Welt gesetzt werden. So ist der Vorgang des Zeichnens praktisch die Erschaffung und Präzisierung eines geistigen Impulses “in die Realität hinein”. Ein spezieller Typus von Zeichnung führt diese Zusammenhänge besonders prägnant vor Augen. Hier wird die Darstellung aus wenigen, vorher festgelegten Regeln und wiederkehrenden Notationen generiert, die sich akribisch über das Blatt ausbreiten und in ihrer finalen Komplexität verblüffen. Gleich der Ausführung eines digitalen Programmes expandiert die vorgegebene Systematik auf dem Blatt. Wir wollen in diesem Fall von “Systematischer Zeichnung” sprechen. Die Bezüge zwischen den Systematischen Zeichnungen aus der Hand des gleichen Urhebers schaffen ein Zeichnerisches System. Dabei kommt eine häufige Ähnlichkeit mit Landkarten oder wissenschaftlichen Diagrammen nicht von ungefähr. Die Sommerausstellung In Correspondence with the drawing (zeichnungsgerecht) stellt einige der interessantesten Zeichnerischen Systeme der letzten Jahre vor. Sie bietet einen Überblick der akuten Entwicklungen aus den einzelnen Ateliers dieser bemerkenswerten “systematischen” Zeichner, einen eher punktuellen Querschnitt zum Sommer 2016. Die Ausstellung ist somit eher als “Einstieg” in diese graphischen Welten konzipiert und damit eine Einladung an die Besucher weiter zu gehen.
