Mitte, Berlin
Wainer Vaccari
Capricci
Levy[Please scroll down for German version / Für Deutsch bitte scrollen Sie nach unten] Leyv Galerie is delighted to present the first solo exhibition of Wainer Vaccari in 10 years. Vaccari, a self-proclaimed lover of the symbolist Arnold Böcklin, shares his ability to humanize ancient mythology. The humanity he affords them deflates their heroism and drama into mundane scenes, bringing the nymphs, fauns, gods, and heroes out from myth to hide “behind the corners of houses in our cities". Thus, spawning uncanny figures, at once recognizable yet unplaceable. The puzzle is in their recognizability, the human figures, the familiar settings, even the clothes and accessories, and our inherited Western mythology. And yet, they remain sinister, inhabiting a reality that is anachronistic, allegorical and brutal. Much like in surrealism the spaces they inhabit are reminiscent of theatre sets. Though there is depth and perspective something remains otherworldly and unhabitable. The exhibition at the Levy Gallery displays works that embody the dual meaning of capricci – in Italian, both whim and idiosyncrasy: playful and unsettling at the same time, and ultimately eluding any clear interpretation. At the same time, the exhibition Frank with works by Fabian Knecht opens at the alexander Levy Gallery. ***** Die Levy Galerie freut sich, die erste Einzelausstellung von Wainer Vaccari seit zehn Jahren zu präsentieren. Vaccari, ein bekennender Verehrer des Symbolisten Arnold Böcklin, teilt dessen Fähigkeit, die antike Mythologie zu vermenschlichen. Die Menschlichkeit, die er ihr verleiht, entzieht ihr Heroismus und Drama und verwandelt sie in alltägliche Szenen, in denen Nymphen, Faune, Götter und Helden aus dem Mythos heraustreten, um sich „hinter den Hausecken unserer Städte“ zu verbergen. So entstehen unheimliche Gestalten – zugleich vertraut und doch nicht einzuordnen. Das Rätsel liegt in dieser Vertrautheit: den menschlichen Figuren, den bekannten Schauplätzen, selbst in der Kleidung und den Accessoires – und in unserer geerbten abendländischen Mythologie. Und doch bleiben sie unheilvoll, bewohnen eine Wirklichkeit, die anachronistisch, allegorisch und brutal ist. Wie im Surrealismus erinnern auch die Räume, die sie bevölkern, an Theaterkulissen. Trotz Tiefe und Perspektive bleibt etwas Fremdes, Unbewohnbares bestehen. Die Ausstellung in der Levy Galerie zeigt Werke, die die doppelte Bedeutung des italienischen Begriffs capricci verkörpern – zugleich Laune und Eigenart: verspielt und beunruhigend zugleich, letztlich jeder eindeutigen Interpretation verwehrend. Parallel eröffnet in der Galerie alexander levy die Ausstellung Frank mit Werken von Fabian Knecht.
